Katholische Gemeinde Deutscher Sprache

Budapest

Impuls Mai / Juni

Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust,

als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück,

und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt.

Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.

Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten,

als er das Brot brach.

(Lukas 24)


„Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft,

am Brechen des Brotes und an den Gebeten…

Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft

und hatten alles gemeinsam.

Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte.

Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens.

Sie lobten Gott und waren beim ganzen Volk beliebt. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.“

(Apostelgeschichte 2)


Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

communio.

Gerade haben wir (Erst-) Kommunion gefeiert.

Im Laut des Wortes klingt schon mit, was es ausdrücken will:

communio – Gemeinschaft.

Am Anfang von Gemeinde steht die Gemeinschaft,

wie uns die Emmauserzählung berichtet.

Gemeinschaft, der das Herz brennt für das Wort und die auferstandene Gegenwart Jesu.

Gemeinschaft, die aufbricht, unterwegs ist, immer wieder zurückkehrt.

Gemeinschaft, die zusammen Erfahrungen macht, die sich in Jesus Christus erkennt.

Gemeinschaft, die davon erzählt, was sie gemeinsam unterwegs erlebt.


Ich bin von Herzen dankbar, dass ich für eine Weile mit euch Gemeinde –

Gemeinschaft sein durfte.

Dankbar für gemeinsames Gebet und gemeinsames Brotbrechen,

dankbar für geteilte Erfahrungen, dankbar für gemeinsames Aufbrechen,

gegenseitiges Erzählen, für das Erleben von brennenden Herzen.

Communio.

Am Anfang von Gemeinde steht die Gemeinschaft –

so schildert es uns auch die Apostelgeschichte.

Gemeinschaft, die festhält am Glauben, am Brechen des Brotes, an den Gebeten.

Gemeinschaft, die miteinander und füreinander teilt.

Gemeinschaft, die sich einmütig versammelt, um Gott zu loben.

Ist das zu viel idealtypisches Bild von Gemeinde?

Ist das nicht realitätsfremd angesichts von Spannungen, Spaltungen, Konflikten,

Gegensätzen, enttäuschten Hoffnungen, Zweifeln, Ängsten, Egoismen,

die auch die Urgemeinde – und seither jede Gemeinde – kennt?

Ich bin sicher, es tut uns gut, uns von diesem Ideal herausfordern zu lassen.

Nicht einschüchtern, sondern ermutigen. Nicht frustrieren, sondern erheben.

Gemeinde wächst dort, wo Gemeinschaft ist.

Gemeinschaft, in der niemand übersehen wird.

Gemeinschaft, die sich immer wieder die Augen öffnen lässt für Not und Sorge.

Und für die Nähe und Gegenwart unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus.

Gemeinschaft, die teilt. Freude und Hoffnung, Glauben und Zuversicht.

So darf ich Euch – der Gemeinde Sankt Elisabeth – von Herzen wünschen, dass Ihr Euch mit den Vertretungspriestern in den kommenden Monaten und dem neuen Pfarrer ab September

unter dem reichen Segen unseres liebevollen Gottes immer mehr erfahrt als communio –

als Gemeinschaft.


Szeretettel,

Euer (Pfarrer) Christian (Göbel)

White Plains, New York, im Mai 2017

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